Über mich
Meine Haltung
Potentialentwicklung bedeutet für mich nicht "mehr leisten", sondern besser verstehen: Was treibt Sie an? Was blockiert Sie? Was passt wirklich zu Ihrer Persönlichkeit? Wer seine Werte, Kompetenzen und Muster verstehen lernt, entwickelt Stabilität. Ich verbinde deshalb Psychologie, systemisches Coaching sowie Potential- und Eignungsdiagnostik zu einem Ansatz, der nicht nur akuten Druck reduziert oder kurzfristige Lösungen bietet sondern langfristig zur Identitätsentwickung beiträgt und Kompetenzen aufbaut. Meine Kund:innen sind die Expert:innen für sich selbst, ihre Geschichte und ihre Herausforderungen. Ich sehe meine Rolle nicht darin, „Ratschläge“ zu geben oder vorgefertigte Lösungen zu verteilen. Ich bin Experte für den Prozess: Ich stelle die richtigen Fragen, strukturiere, spiegele Muster, arbeite mit wissenschaftlichen Methoden und helfe dabei, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen und Umsetzung möglich zu machen. Das Ziel ist Selbstwirksamkeit und Klarheit, die bleibt.
Meine Arbeitsweise
1. Saubere Auftragsklärung
Bevor wir an konkreten Lösungen arbeiten, klären wir gemeinsam, worum es eigentlich geht, was sich verändern soll und woran eine hilfreiche Zusammenarbeit am Ende erkennbar wäre. Dabei schaue ich nicht nur auf das offensichtliche Anliegen, sondern auch auf das mögliche „Thema hinter dem Thema“. Gerade wenn mehrere Personen beteiligt sind – zum Beispiel Eltern, junge Menschen, Unternehmen oder Ausbildungsverantwortliche – ist es mir wichtig, die Erwartungen, Rollen und Ziele aller Beteiligten transparent zu machen. Denn nur wenn der Auftrag klar ist, kann auch ein sinnvoller und tragfähiger Prozess entstehen.
2. Wissenschaftliche Diagnostik
Zur Unterstützung des Prozesses arbeite ich mit wissenschaftlich fundierten diagnostischen Verfahren, beispielsweise aus der Eignungs-, Persönlichkeits- oder Interessendiagnostik. Ergänzend nutze ich eigene strukturierte Methoden und Arbeitsmaterialien, die ich kontinuierlich weiterentwickle und überprüfe. Die Ergebnisse eines Verfahrens sind für mich jedoch niemals die endgültige Wahrheit über einen Menschen. Sie dienen als Grundlage für Reflexion und werden immer gemeinsam in ausführlichen persönlichen Gesprächen eingeordnet. Denn Vorstellungen von Karriere, Erfolg, Glück und einem erfüllten Leben sind individuell und lassen sich nicht vollständig durch standardisierte Tests abbilden.
3. Veränderung entsteht durch Handeln
Ein gutes Gespräch kann Klarheit schaffen, neue Perspektiven eröffnen und wichtige Zusammenhänge sichtbar machen. Nachhaltige Entwicklung entsteht jedoch erst dann, wenn diese Erkenntnisse in den Alltag übertragen und praktisch erprobt werden. Handlungswissen lässt sich nur handelnd erlernen. Deshalb gehört es für mich zum Coaching- und Beratungsprozess, konkrete nächste Schritte zu entwickeln, neue Verhaltensweisen auszuprobieren und die gemachten Erfahrungen anschließend gemeinsam zu reflektieren. Ziel ist die Stärkung der Selbstwirksamkeit. Ob durch den Aufbau von Kompetenzen, das Stärken von Ressourcen oder Unterstützung bei der Entscheidungsfindung, alles dient Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Der Kunde soll nicht nur wissen, was er verändern könnte, sondern erleben, dass er selbst etwas bewirken, Entscheidungen treffen und zukünftige Herausforderungen zunehmend eigenständig bewältigen kann.
4. Wertfrei
Mein Coaching ist wertoffen und nicht an gesellschaftlichen Vorstellungen davon orientiert, welcher Beruf besonders angesehen, gefragt oder vermeintlich sicher ist. Es geht auch nicht darum, Menschen in ein bestimmtes Berufsbild oder einen vorgegebenen Lebensentwurf hineinzuberaten. Entscheidend ist die persönliche Passung: Was passt zur Persönlichkeit, zu den individuellen Fähigkeiten, Interessen, Werten, Bedürfnissen und zur jeweiligen Lebenssituation? Eine gute Lösung muss nicht nur auf dem Papier überzeugend aussehen, sondern sich für den Menschen selbst stimmig anfühlen und langfristig tragfähig sein.
5. Transparent
Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch das wichtigste Wissen über sich, seine Erfahrungen und seine Lebenssituation bereits mitbringt. Meine Aufgabe besteht deshalb nicht darin, fertige Lösungen vorzugeben oder zu bestimmen, welcher Weg der richtige ist. Ich strukturiere den Prozess, stelle Fragen, spiegele Wahrnehmungen, mache Muster sichtbar und bringe wissenschaftlich fundierte Methoden und neue Perspektiven ein. Dabei ist mir ein transparentes Vorgehen besonders wichtig: Ich erkläre, warum ich eine Methode, eine Übung oder eine bestimmte Fragestellung einsetze und welches Ziel damit verfolgt wird. Der Prozess soll jederzeit nachvollziehbar bleiben und gemeinsam gestaltet werden. Entscheidungen trifft am Ende immer der Kunde selbst.
6. Dauer ist abhängig vom Mehrwert
Ich bin kein Freund von standardisierten Coaching-Paketen, bei denen bereits vorher feststeht, wie viele Sitzungen ein Mensch für sein Anliegen benötigen soll. Manche Themen klären sich bereits durch eine gründliche Auftragsklärung und einen gezielten Impuls. Andere Fragestellungen benötigen mehrere Termine, Zeit zur Erprobung und eine Begleitung über einen längeren Zeitraum. Häufig entsteht innerhalb von drei bis fünf Sitzungen bereits eine deutliche Klarheit. Der tatsächliche Umfang richtet sich jedoch immer nach dem Anliegen, dem Verlauf des Prozesses und der Einschätzung des Kunden. Coaching soll nicht künstlich verlängert werden, sondern Klarheit, Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit fördern.
Meine Geschichte
Ich bin Arbeits-& Organisationspsychologe und systemischer Coach mit umfassender Erfahrung in Forschung, Coaching und Personalentwicklung. Meine Arbeit basiert auf einer tiefen wissenschaftlichen Ausbildung – bereits im Studium war ich in Forschungsprojekteeingebunden, die zu wissenschaftlichen Publikationen führten, und hatte enge Anbindung an Institute für Arbeits- und Organisationspsychologie. Diese Verbindung aus Wissenschaft und Praxis prägt meinen Ansatz bis heute: evidenzbasiert, methodisch fundiert, aber so aufbereitet, dass Menschen damit im Alltag wirklich arbeiten können. Ich übersetze psychologische Erkenntnisse in Handlungsempfehlungen – für Schule, Studium, Ausbildung und Beruf. In meiner Arbeit – sowohl im Coaching als auch in der Personalentwicklung – sehe ich täglich: Leistung und Entwicklung entstehen dort, wo Menschen Sinn, Richtung und Selbstwirksamkeit erleben. Mangelnde Motivation oder Prokrastination sind meist nur Symptome. Die eigentliche Ursache liegt tiefer: in Fragen der Identität, in Werten und im Selbstbild.
Arbeits- und Organisations-psychologe
DVBC zertifizierter systemischer Coach
zertifizierter Karrierecoach
Recruiter & Personalentwickler für Führungskräfte
Engagement
Professionelles Karrierecoaching ist eine persönliche und zeitintensive Dienstleistung, die ihren Preis hat. Gleichzeitig sollte berufliche Orientierung nicht davon abhängen, wie hoch das Einkommen der eigenen Familie ist. Deshalb vergebe ich regelmäßig ein kostenfreies Coaching-Stipendium an sozial benachteiligte Jugendliche sowie Schüler:innen und Studierende aus einkommensschwachen Familien. Das Stipendium ermöglicht eine individuelle Begleitung bei der beruflichen Orientierung, der Ausbildungs- oder Studienwahl und den nächsten konkreten Schritten. Interessierte können sich über ein kurzes Bewerbungsverfahren für einen der begrenzten Plätze bewerben.
Warum ich das mache?
Orientierungslosigkeit kenne ich aus eigener Erfahrung. Nach dem Abitur war ich unsicher, habe zwei Studiengänge abgebrochen und bin lange Umwege gegangen – habe versucht, Erwartungen zu erfüllen, statt eine eigene Richtung zu entwickeln. Erst über eine Ausbildung und die klare Erkenntnis, dass Unterforderung genauso blockiert wie Überforderung, bin ich bei dem gelandet, was mich erfüllt: Psychologie, lebenslanges Lernen und Identitätsarbeit. Diese Erfahrung macht den Unterschied: Ich verstehe die innere Seite – Motivation, Selbstbild ,Stress, Werte – genauso wie die äußeren Anforderungen von Ausbildung, Studium und Arbeitswelt. Mein Coaching ist nicht theoretisch, sondern basiert auf echtem Nachvollzug dessen, was es bedeutet, Potenzial zu spüren, aber keinen Zugang dazu zu finden.