Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für Coaching-, Beratungs- und Trainingsleistungen von inkremental
Stand: 25. 08.2026
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über Coaching-, Beratungs-, Trainings- und vergleichbare Leistungen von
inkremental
Inhaber: Felix Kretschmer Pietralla
Alte Braunschweiger Straße 10
38444 Wolfsburg
Deutschland
Telefon: +49 (0) 1590 5270520
E-Mail: felix.kretschmer-pietralla@inkremental.de – nachfolgend „Anbieter“ genannt –
mit Verbrauchern und Unternehmern – nachfolgend „Kunde“ genannt.
Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
Ist die Person, für die eine Leistung erbracht wird, nicht selbst Vertragspartner, wird sie nachfolgend als „Teilnehmer“ oder „Coachee“ bezeichnet.
Buchungen für minderjährige Teilnehmer dürfen nur durch deren gesetzliche Vertreter vorgenommen werden. Minderjährige können kostenpflichtige Angebote des Anbieters nicht selbstständig buchen.
Individuelle Vereinbarungen zwischen Anbieter und Kunde gehen diesen AGB vor.
Abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Unternehmenskunden gelten nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt hat.
§ 2 Art, Gegenstand und Umfang der Leistungen
Der Anbieter erbringt insbesondere Leistungen in den Bereichen Karriereberatung, Coaching, Bewerbung, Personalauswahl, berufliche Entwicklung und Training.
Zu den standardisiert buchbaren Leistungen können insbesondere gehören:
· Bewerbungscheck,
· Bewerbungssimulation,
· Gehaltsverhandlungstraining,
· Assessment-Center-Training,
· Bewerbungsauswahltraining.
Der konkrete Inhalt und Umfang einer Leistung ergeben sich aus der jeweils bei Vertragsschluss geltenden Leistungsbeschreibung auf der Website beziehungsweise im Buchungsprozess.
Individuelle Coachings, Teamcoachings, Workshops, Trainings sowie Leistungen für Unternehmen und Organisationen werden grundsätzlich nach einer vorherigen Auftragsklärung individuell vereinbart. Leistungsumfang, Vergütung, Teilnehmerkreis und gegebenenfalls weitere Bedingungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot beziehungsweise Vertrag.
Soweit Gegenstand des Vertrags eine Coaching-, Beratungs- oder Trainingsleistung ist, schuldet der Anbieter die fachgerechte Durchführung der vereinbarten Tätigkeit. Ein bestimmter persönlicher, beruflicher oder wirtschaftlicher Erfolg wird nicht geschuldet.
Soweit ausdrücklich die Erstellung eines bestimmten Arbeitsergebnisses vereinbart wird, beispielsweise einer Analyse, Auswertung oder eines sonstigen individuell vereinbarten Arbeitsergebnisses, richtet sich der geschuldete Leistungsumfang nach der jeweiligen Leistungsbeschreibung oder individuellen Vereinbarung.
Insbesondere wird kein bestimmter Bewerbungserfolg, Arbeitsplatz, Studien- oder Ausbildungsplatz, beruflicher Aufstieg, Gehaltszuwachs, Erfolg in einem Auswahlverfahren oder sonstiges konkretes persönliches oder wirtschaftliches Ergebnis zugesichert oder geschuldet.
Einschätzungen, Auswertungen, Analysen und Handlungsempfehlungen dienen der Orientierung und Entscheidungsunterstützung. Die Verantwortung für persönliche und berufliche Entscheidungen verbleibt beim Kunden beziehungsweise Teilnehmer.
§ 3 Vertragsschluss bei online buchbaren Leistungen
Die Darstellung kostenpflichtiger Leistungen auf der Website stellt grundsätzlich noch kein verbindliches Vertragsangebot dar.
Zum Abschluss eines Vertrags wählt der Kunde die gewünschte Leistung aus, gibt die für die Vertragsdurchführung erforderlichen Daten und Informationen ein, wählt gegebenenfalls einen Termin sowie eine angebotene Zahlungsmethode und gibt anschließend seine Bestellung ab.
Vor Abgabe seiner Bestellung erhält der Kunde die Möglichkeit, seine Angaben zu überprüfen und Eingabefehler mithilfe der im Buchungsprozess bereitgestellten technischen Möglichkeiten zu erkennen und zu korrigieren.
Vor Abgabe einer kostenpflichtigen Bestellung werden dem Kunden die für seine Bestellung maßgeblichen wesentlichen Eigenschaften der Leistung sowie der Gesamtpreis und die weiteren gesetzlich erforderlichen Informationen angezeigt.
Mit Betätigung der eindeutig als zahlungspflichtige Bestellung gekennzeichneten Schaltfläche gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags über die ausgewählte Leistung ab.
Der Zugang der Bestellung wird dem Kunden unverzüglich auf elektronischem Wege bestätigt.
Der Vertrag kommt durch die elektronische Buchungs- beziehungsweise Auftragsbestätigung des Anbieters zustande, sofern nicht im jeweiligen Buchungsprozess ausdrücklich eine abweichende Regelung angegeben ist.
Die für den Vertrag maßgeblichen Vertragsbestimmungen einschließlich dieser AGB können dem Kunden bei Vertragsschluss elektronisch zugänglich gemacht und von ihm gespeichert werden.
Der Anbieter speichert die für den Vertragsschluss und die Vertragsdurchführung maßgeblichen Buchungs- und Vertragsdaten im Rahmen der gesetzlichen und betrieblich erforderlichen Dokumentation. Ein dauerhafter unmittelbarer Online-Zugriff des Kunden auf den beim Anbieter gespeicherten Vertragstext ist nicht vorgesehen, soweit nicht im Einzelfall ausdrücklich eine entsprechende Zugriffsmöglichkeit angeboten wird.
Nach Vertragsschluss erhält der Kunde die für den Vertrag maßgeblichen Vertragsinformationen auf einem dauerhaften Datenträger, insbesondere per E-Mail. Soweit gesetzlich erforderlich, werden dabei auch die einbezogenen AGB, Informationen zum Widerrufsrecht und das Muster-Widerrufsformular zur Verfügung gestellt.
Die Vertragssprache ist Deutsch.
Der Anbieter unterwirft sich keinem besonderen Verhaltenskodex, soweit im jeweiligen Angebot oder auf der Website nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben wird.
§ 4 Unverbindliches Erstgespräch und individuelles Coaching
Die Kontaktaufnahme oder Buchung eines ausdrücklich als kostenlos und unverbindlich bezeichneten Informations- oder Erstgesprächs führt noch nicht zum Abschluss eines kostenpflichtigen Coachingvertrags.
Das unverbindliche Erstgespräch dient insbesondere der Klärung des Anliegens, der Zielsetzung, der Rahmenbedingungen sowie der Frage, ob eine Zusammenarbeit fachlich und persönlich sinnvoll erscheint.
Ein kostenpflichtiges Coaching beginnt erst, wenn Kunde und Anbieter anschließend eine entsprechende Vereinbarung treffen.
Soweit kein Coachingpaket oder eine andere Mindestlaufzeit ausdrücklich vereinbart wurde, besteht keine Verpflichtung zur Buchung einer bestimmten Anzahl von Sitzungen.
Der Kunde kann einen laufenden Coachingprozess beenden, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Bereits erbrachte Leistungen sind entsprechend der getroffenen Vereinbarung zu vergüten.
Die Beendigung eines Coachingprozesses ist von der Absage oder Umbuchung eines einzelnen bereits vereinbarten Termins zu unterscheiden. Für Terminabsagen und Umbuchungen gelten ergänzend die Regelungen des § 9.
Gesetzliche Kündigungsrechte, insbesondere ein gegebenenfalls bestehendes Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund oder sonstige zwingende gesetzliche Kündigungsrechte, bleiben unberührt.
Coaching-Sitzungen haben grundsätzlich einen Umfang von 60 Minuten, soweit nichts anderes vereinbart wurde.
Abweichende beziehungsweise zusätzliche Beratungszeiten können, sofern vereinbart, anteilig in 15-Minuten-Einheiten abgerechnet werden.
Die tatsächlich durchgeführten Coaching-Leistungen werden, soweit nichts anderes vereinbart wurde, monatlich abgerechnet.
§ 5 Mitwirkung des Kunden und Vorbereitungsleistungen
Zahlreiche Leistungen des Anbieters erfordern eine individuelle Vorbereitung. Der Kunde verpflichtet sich daher, die für die jeweilige Leistung erforderlichen Informationen und Unterlagen vollständig, zutreffend und rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.
Hierzu können insbesondere gehören:
· Stellenanzeigen oder Anforderungsprofile,
· Lebensläufe,
· Anschreiben,
· Informationen zu bisherigen Bewerbungsverfahren,
· Informationen zur angestrebten Position,
· Informationen zur aktuellen beruflichen Situation,
· Zielsetzungen für Gehaltsverhandlungen,
· Informationen zu Auswahl- oder Assessmentverfahren,
· sonstige für die vereinbarte Leistung erforderliche Unterlagen.
Soweit in der Leistungsbeschreibung oder Buchungsbestätigung keine andere Frist angegeben ist, sind erforderliche Unterlagen grundsätzlich spätestens 72 Stunden vor dem vereinbarten Termin vollständig zur Verfügung zu stellen.
Der Anbieter darf nach Vertragsschluss mit der Sichtung, Analyse, Konzeption oder sonstigen Vorbereitung der vereinbarten Leistung beginnen. Bei Verbraucherverträgen wird innerhalb einer noch laufenden gesetzlichen Widerrufsfrist jedoch nur dann mit solchen Vorbereitungsleistungen begonnen, wenn die hierfür erforderlichen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und der Verbraucher insbesondere ausdrücklich verlangt hat, dass bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung begonnen wird.
Je nach gebuchter Leistung kann die Vorbereitung insbesondere umfassen:
· die Analyse von Bewerbungsunterlagen,
· die Analyse von Stellen- oder Anforderungsprofilen,
· die Vorbereitung individueller Interview- oder Reflexionsfragen,
· die Entwicklung individueller Gesprächsleitfäden,
· die Entwicklung von Simulationen,
· die Konzeption von Übungen,
· die Entwicklung von Assessment-Situationen,
· die fachliche Vorbereitung eines Coaching-, Beratungs- oder Trainingstermins.
Werden erforderliche Informationen oder Unterlagen nicht rechtzeitig oder nicht vollständig zur Verfügung gestellt und kann die vereinbarte Leistung deshalb nicht oder nicht sinnvoll durchgeführt werden, kann eine Verlegung des Termins erforderlich sein. Hat der Kunde die verspätete oder unvollständige Bereitstellung zu vertreten, gelten ergänzend die Regelungen über Terminänderungen und Vergütung.
Vorbereitungsleistungen, die Bestandteil einer zu einem Gesamtpreis angebotenen Leistung sind, werden nicht zusätzlich zum vereinbarten Gesamtpreis berechnet, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
Bei einer Beendigung des Vertrags oder einer kurzfristigen Terminabsage werden bereits tatsächlich erbrachte Vorbereitungsleistungen bei der Berechnung eines gegebenenfalls bestehenden Vergütungsanspruchs berücksichtigt. Eine doppelte Berechnung derselben Leistung erfolgt nicht.
Gesetzliche Widerrufsrechte und die gesetzlichen Vorschriften über einen gegebenenfalls zu leistenden Wertersatz bleiben unberührt.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass er die von ihm zur Verfügung gestellten Unterlagen rechtmäßig verwenden und dem Anbieter zur Durchführung der vereinbarten Leistung zur Verfügung stellen darf.
§ 6 Preise und Zahlungsbedingungen
Für Verbraucher gelten die im jeweiligen Angebot und im Buchungsprozess angegebenen Gesamtpreise einschließlich der gesetzlich einzubeziehenden Preisbestandteile.
Für individuell vereinbarte Leistungen gelten die im jeweiligen Angebot beziehungsweise Vertrag genannten Preise und Zahlungsbedingungen.
Bei standardisiert online buchbaren Leistungen ist die Vergütung grundsätzlich bei Vertragsschluss fällig und wird über die im Buchungsprozess angebotenen Zahlungsmethoden abgewickelt.
Die konkret verfügbaren Zahlungsmethoden werden dem Kunden im Buchungsprozess angezeigt. Zur Zahlungsabwicklung können externe Zahlungsdienstleister eingesetzt werden.
Bei individuellen Coachings erfolgt die Abrechnung grundsätzlich monatlich für die im jeweiligen Abrechnungszeitraum tatsächlich erbrachten Leistungen, soweit nichts anderes vereinbart wurde.
Bei Unternehmen, Organisationen, Workshops, Trainings, Teamcoachings oder sonstigen individuell vereinbarten Leistungen kann die Abrechnung auf Rechnung erfolgen. Es gelten die im jeweiligen Angebot beziehungsweise Vertrag angegebenen Zahlungsbedingungen.
§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen und sonstigen gesetzlich erfassten Verträgen grundsätzlich das gesetzliche Widerrufsrecht zu, soweit keine gesetzliche Ausnahme eingreift.
Einzelheiten zu Voraussetzungen, Frist, Verfahren und Folgen des Widerrufs ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung des Anbieters.
Der Anbieter stellt Verbrauchern außerdem ein Muster-Widerrufsformular zur Verfügung.
Soweit gesetzlich vorgeschrieben, stellt der Anbieter auf der Online-Benutzeroberfläche eine elektronische Widerrufsfunktion zur Verfügung, über die der Verbraucher seine Widerrufserklärung elektronisch abgeben kann.
Die gesetzlich erforderliche Bestätigung eines über die elektronische Widerrufsfunktion erklärten Widerrufs wird dem Verbraucher auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung gestellt.
Gesetzliche Widerrufsrechte des Verbrauchers werden durch diese AGB nicht eingeschränkt.
§ 8 Beginn der Leistung während der Widerrufsfrist
Soll auf ausdrücklichen Wunsch eines Verbrauchers bereits vor Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist mit der Erbringung einer Dienstleistung einschließlich erforderlicher Vorbereitungsleistungen begonnen werden, holt der Anbieter vor Beginn der Leistung die hierfür gesetzlich erforderliche Erklärung des Verbrauchers ein.
Der Verbraucher kann insbesondere ausdrücklich verlangen, dass bereits während der Widerrufsfrist mit vorbereitenden Tätigkeiten wie der Analyse von Unterlagen, der Konzeption von Übungen, der Erstellung individueller Gesprächsleitfäden oder der Vorbereitung eines Termins begonnen wird.
Widerruft der Verbraucher den Vertrag wirksam, nachdem er ausdrücklich verlangt hat, dass bereits während der Widerrufsfrist mit der Leistung begonnen wird, kann der Verbraucher nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften zum Wertersatz für die bis zum Widerruf tatsächlich erbrachten Leistungen verpflichtet sein.
Ein gegebenenfalls geschuldeter Wertersatz richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften und dem Umfang der bis zum Widerruf im Verhältnis zum vereinbarten Gesamtumfang bereits erbrachten Leistung.
Bei vollständig erbrachten Dienstleistungen kann das Widerrufsrecht unter den gesetzlichen Voraussetzungen erlöschen. Voraussetzung hierfür ist insbesondere, dass der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Anbieter erlischt.
Die Erklärungen zum vorzeitigen Leistungsbeginn und zur Kenntnis vom möglichen Erlöschen des Widerrufsrechts werden, soweit gesetzlich erforderlich, ausdrücklich und gesondert eingeholt.
§ 9 Terminabsagen und Umbuchungen durch den Kunden
Vereinbarte Termine sind für beide Parteien verbindlich.
Eine Absage oder Umbuchung eines Termins durch den Kunden ist bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich, soweit im individuellen Vertrag keine für den Kunden günstigere Regelung vereinbart wurde.
Maßgeblich für die Einhaltung der Frist ist der Eingang der Mitteilung beim Anbieter.
Bei einer kurzfristig eingetretenen Verhinderung aus einem vom Kunden nicht zu vertretenden wichtigen Grund kann einmalig eine kostenfreie Umbuchung auf einen geeigneten Ersatztermin erfolgen. Als wichtige Gründe kommen insbesondere eine akut eingetretene Erkrankung, ein Unfall oder ein Fall höherer Gewalt in Betracht.
Der Anbieter kann bei berechtigten Zweifeln einen angemessenen Nachweis des Hinderungsgrundes verlangen, soweit dies im Einzelfall erforderlich und zumutbar ist. Eine medizinische Diagnose muss nicht offengelegt werden.
Sagt der Kunde einen Termin weniger als 48 Stunden vor dessen Beginn ohne einen entsprechenden wichtigen Grund ab oder nimmt er den Termin ohne vorherige Mitteilung nicht wahr, bleibt ein nach den gesetzlichen Vorschriften bestehender Anspruch des Anbieters auf die vereinbarte Vergütung grundsätzlich unberührt.
Der Anbieter muss sich insbesondere dasjenige anrechnen lassen, was er infolge des Ausfalls an Aufwendungen erspart oder durch eine anderweitige Verwendung der frei gewordenen Zeit erwirbt beziehungsweise zu erwerben böswillig unterlässt.
Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass kein oder ein wesentlich geringerer Vergütungsausfall entstanden ist.
Bereits tatsächlich erbrachte individuelle Vorbereitungsleistungen werden bei der Berechnung des Vergütungsanspruchs berücksichtigt, soweit hierfür ein Vergütungsanspruch besteht. Sie werden nicht zusätzlich zu einer bereits für denselben Leistungsumfang angesetzten Vergütung berechnet.
Die Absage eines einzelnen Termins führt nicht automatisch zur Beendigung eines gegebenenfalls bestehenden laufenden Coaching- oder Beratungsvertrags.
Gesetzliche Widerrufs-, Kündigungs-, Rücktritts- und sonstige zwingende Rechte des Kunden bleiben unberührt.
§ 10 Terminabsagen und Leistungsstörungen durch den Anbieter
Muss der Anbieter einen vereinbarten Termin insbesondere aufgrund von Krankheit, höherer Gewalt oder anderer nicht vorhersehbarer Umstände absagen, wird dem Kunden grundsätzlich ein geeigneter Ersatztermin angeboten.
Dem Kunden entstehen durch eine vom Anbieter veranlasste Verlegung keine zusätzlichen Kosten.
Kann kein geeigneter Ersatztermin angeboten werden oder ist dem Kunden die Verlegung unter Berücksichtigung der Umstände nicht zumutbar, werden bereits gezahlte Beträge für die nicht erbrachte Leistung zurückerstattet.
Bei einem laufenden Coachingprozess wird eine vom Anbieter abgesagte und nicht durchgeführte Sitzung nicht berechnet beziehungsweise bei bereits erfolgter Zahlung entsprechend gutgeschrieben oder erstattet.
Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
§ 11 Durchführung in Präsenz und online
Leistungen können entsprechend der Leistungsbeschreibung beziehungsweise der individuellen Vereinbarung in Präsenz oder online durchgeführt werden.
Der konkrete Durchführungsort beziehungsweise das verwendete Onlineformat wird vor dem Termin vereinbart oder in der Buchungsbestätigung angegeben.
Für online durchgeführte Leistungen ist der Kunde beziehungsweise Teilnehmer dafür verantwortlich, über eine grundsätzlich geeignete Internetverbindung sowie die erforderliche technische Ausstattung zu verfügen.
Treten während eines Online-Termins technische Schwierigkeiten auf, bemühen sich beide Parteien zunächst um eine angemessene Wiederherstellung der Verbindung oder eine technisch geeignete Fortsetzung des Termins.
Ist eine technische Störung dem Verantwortungsbereich des Anbieters zuzurechnen und kann der Termin hierdurch nicht oder nicht sinnvoll durchgeführt werden, wird die ausgefallene Leistung nicht berechnet beziehungsweise ein geeigneter Ersatztermin ohne zusätzliche Kosten angeboten.
Ist eine technische Störung dem Verantwortungsbereich des Kunden beziehungsweise Teilnehmers zuzurechnen und kann die vereinbarte Leistung hierdurch trotz angemessener Wiederherstellungsversuche nicht durchgeführt werden, können die Regelungen des § 9 entsprechend Anwendung finden, soweit dies unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls angemessen ist.
Beruht die technische Störung auf einem von keiner Partei zu vertretenden Umstand, insbesondere einem erheblichen Ausfall eines eingesetzten Kommunikationsdienstes oder sonstiger technischer Infrastruktur, bemühen sich die Parteien um einen geeigneten Ersatztermin. Zusätzliche Kosten für den Ersatztermin entstehen dem Kunden grundsätzlich nicht.
Zwingende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
§ 12 Coaching, Beratung und Abgrenzung zu medizinischen oder psychotherapeutischen Leistungen
Die Leistungen des Anbieters sind Coaching-, Beratungs- und Trainingsleistungen.
Sie stellen keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung dar und ersetzen eine solche nicht.
Der Anbieter diagnostiziert oder behandelt im Rahmen dieser Leistungen keine psychischen oder körperlichen Erkrankungen.
Zeigt sich im Verlauf einer Zusammenarbeit, dass ein Anliegen den vereinbarten fachlichen Rahmen überschreitet oder eine medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Abklärung angezeigt erscheint, kann der Anbieter empfehlen, entsprechende fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Der Anbieter kann eine Leistung ablehnen, unterbrechen oder beenden, wenn eine fachlich verantwortbare Durchführung im Rahmen des vereinbarten Angebots nicht gewährleistet werden kann.
Bereits ordnungsgemäß erbrachte Leistungen werden in diesem Fall nach Maßgabe des vereinbarten Leistungsumfangs und der gesetzlichen Vorschriften abgerechnet.
Gesetzliche Rechte des Kunden bleiben unberührt.
§ 13 Vertraulichkeit
Der Anbieter behandelt persönliche, berufliche und betriebliche Informationen, die ihm im Rahmen seiner Tätigkeit bekannt werden, vertraulich.
Soweit den Anbieter gesetzliche Verschwiegenheits-, Geheimhaltungs- oder sonstige berufliche Vertraulichkeitspflichten treffen, bleiben diese uneingeschränkt bestehen.
Vom Kunden oder Teilnehmer überlassene Unterlagen und Informationen werden durch angemessene technische und organisatorische Maßnahmen vor unberechtigtem Zugriff geschützt.
Bei Coachings oder Beratungen, die von einem Unternehmen, einer Organisation oder einem sonstigen Dritten beauftragt oder bezahlt werden, wird vor Beginn der Zusammenarbeit geklärt, welche Informationen gegebenenfalls an den Auftraggeber zurückgemeldet werden dürfen.
Persönliche Inhalte aus Einzelcoachings werden ohne entsprechende Einwilligung der betroffenen Person grundsätzlich nicht an den Auftraggeber oder andere Dritte weitergegeben, soweit keine gesetzliche Verpflichtung oder sonstige Rechtsgrundlage für eine Weitergabe besteht.
Soweit Berichte, Ergebniszusammenfassungen oder sonstige Rückmeldungen an einen Auftraggeber Bestandteil des Vertrags sein sollen, wird deren Inhalt und Umfang vor Beginn der jeweiligen Leistung vereinbart.
Die gesetzlichen Vorschriften zum Datenschutz bleiben unberührt.
§ 14 Audio- und Videoaufzeichnungen
Coaching-, Beratungs- und Trainingsgespräche werden nicht allein aufgrund dieser AGB aufgezeichnet.
Soweit bei einzelnen Leistungen Audio- oder Videoaufzeichnungen aus didaktischen Gründen sinnvoll sind, insbesondere bei Bewerbungssimulationen, Assessment-Center-Trainings oder Verhandlungssimulationen, erfolgt eine Aufzeichnung nur auf Grundlage einer gesonderten Information und, soweit erforderlich, einer gesonderten Einwilligung der betroffenen Person.
Eine erforderliche Einwilligung in eine Aufzeichnung wird getrennt von der Zustimmung zu diesen AGB eingeholt.
Nähere Informationen insbesondere über Zweck, Rechtsgrundlage, Speicherdauer, Empfänger und Löschung der Aufzeichnung ergeben sich aus der jeweiligen datenschutzrechtlichen Information beziehungsweise Einwilligungserklärung und der Datenschutzerklärung.
Der Kunde beziehungsweise Teilnehmer darf Gespräche, Coachings, Beratungen oder Trainings ebenfalls nicht ohne vorherige Zustimmung des Anbieters und gegebenenfalls weiterer anwesender Personen audio- oder videotechnisch aufzeichnen.
Gesetzlich zwingende Rechte bleiben unberührt.
§ 15 Urheber- und Nutzungsrechte
Vom Anbieter entwickelte oder bereitgestellte Unterlagen und Inhalte können insbesondere umfassen:
· Auswertungen,
· Analysen,
· Übungen,
· Fragebögen,
· Präsentationen,
· Arbeitsblätter,
· Gesprächsleitfäden,
· Trainingsmaterialien,
· Simulationen,
· Assessment-Aufgaben,
· Grafiken,
· Texte,
· Videos und sonstige Materialien.
Soweit diese Inhalte urheberrechtlich oder durch andere Schutzrechte geschützt sind, verbleiben die entsprechenden Rechte beim Anbieter beziehungsweise beim jeweiligen Rechteinhaber.
Kunden und Teilnehmer erhalten, soweit nichts anderes vereinbart wurde, ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den eigenen persönlichen Gebrauch beziehungsweise für den im Vertrag ausdrücklich vereinbarten internen betrieblichen Zweck.
Ohne vorherige Zustimmung des Anbieters ist insbesondere nicht gestattet:
· die vollständige oder teilweise Veröffentlichung,
· die Weitergabe an unbeteiligte Dritte,
· die öffentliche Zugänglichmachung,
· die gewerbliche Verwertung,
· die Verwendung zur Durchführung eigener entgeltlicher Trainings oder Coachings,
· die systematische Vervielfältigung oder Verbreitung der Materialien.
Soweit bei Leistungen für Unternehmen eine interne Weitergabe von Unterlagen an Teilnehmer oder andere Beschäftigte vorgesehen ist, richtet sich deren Umfang nach der jeweiligen individuellen Vereinbarung.
Eigene Unterlagen des Kunden, beispielsweise dessen Lebenslauf, Anschreiben oder sonstige von ihm erstellte Dokumente, verbleiben in dessen Rechts- und Verfügungsbereich.
Weitergehende gesetzlich zwingende Nutzungsrechte bleiben unberührt.
§ 16 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten von Kunden und Teilnehmern im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften.
Nähere Informationen zu Art, Umfang, Zweck und Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung, zu eingesetzten Dienstleistern sowie zu den Rechten betroffener Personen ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters.
Soweit für bestimmte Verarbeitungsvorgänge eine gesonderte Einwilligung erforderlich ist, wird diese getrennt von der Zustimmung zu diesen AGB eingeholt.
§ 17 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
Der Anbieter haftet ebenfalls unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, soweit diese auf einer schuldhaften Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter für den vertragstypischen und bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden.
Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
Zwingende gesetzliche Haftungsbestimmungen bleiben unberührt.
§ 18 Leistungen für Unternehmen und Organisationen
Bei Leistungen für Unternehmen und Organisationen erfolgt vor Vertragsabschluss grundsätzlich eine individuelle Auftragsklärung.
Insbesondere bei Einzelcoachings, Teamcoachings, Workshops und Trainings werden Leistungsumfang, Ziele, Termine, Teilnehmerzahl, Vergütung und gegebenenfalls Berichtspflichten individuell vereinbart.
Eine Anfrage beziehungsweise ein Erstgespräch stellt noch keine verbindliche Beauftragung dar.
Der Vertrag kommt auf Grundlage des individuellen Angebots beziehungsweise einer gesonderten Vereinbarung zustande.
Diese AGB gelten ergänzend, soweit im individuellen Vertrag nichts Abweichendes vereinbart wurde.
Soweit der Auftraggeber nicht mit den Teilnehmern identisch ist, gelten hinsichtlich Vertraulichkeit, personenbezogener Daten und gegebenenfalls Aufzeichnungen zusätzlich die für die jeweiligen Teilnehmer geltenden gesetzlichen und vertraglichen Regelungen.
Soweit bei Unternehmensleistungen Unterlagen zur internen Nutzung bereitgestellt werden, richtet sich der zulässige Nutzungsumfang ergänzend nach § 15 und der jeweiligen individuellen Vereinbarung.
§ 19 Verbraucherschlichtung
Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, soweit keine gesetzliche Verpflichtung zur Teilnahme besteht. Gesetzliche Informationspflichten im Falle einer konkret entstandenen und nicht beigelegten Verbraucherstreitigkeit bleiben unberührt.
§ 20 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der dem Verbraucher durch zwingende Bestimmungen des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalts gewährt wird.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit gesetzlich zulässig – der Geschäftssitz des Anbieters Gerichtsstand für Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis.
Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.
§ 21 Schlussbestimmungen
Für einen Vertrag gilt die bei dessen Abschluss wirksam einbezogene Fassung dieser AGB.
Änderungen dieser AGB wirken nicht automatisch auf bereits geschlossene Verträge zurück.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt.
Soweit eine Bestimmung unwirksam ist oder wird, gelten an ihrer Stelle die gesetzlichen Vorschriften.